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Stabilisierende und bewegende Muskulatur (2)

Wir sprechen hier von allgemeinen Rückenschmerzpatienten, sowohl Sportler als auch Couchpotatoes sind gemeint und wurden in den Studien von Hodges mit gleichen Ergebnissen analysiert. Bei beiden lässt sich ein Ungleichgewicht der stabilisierenden Rückenmuskulatur feststellen. Bei den einen ist der Grund eine häufige einseitige Belastung durch ihre Sportart, wie zum Beispiel Tennis, Boxen oder Golf, bei den anderen ist der Grund des Ungleichgewichtes eine einseitige Belastung durch das Verhältnis von wenig benutzter Muskulatur und noch weniger benutzter Muskulatur.

Die Missverhältnisse kommen gerade im zweiten Fall durch Vorzugshaltungen zustande die im Alltag deutlich zu erkennen sind. (Körperdrehungen immer in eine Richtung, Arbeitsplatzbeschaffenheit immer einseitig,…)

Darüber hinaus konnte bei allen getesteten Rückenschmerzpatienten festgestellt werden, dass die Aktivierung der lokalen Muskulatur viel zu spät einsetzt wenn ein Lasteintrag auf den Körper von außen wirkt. Ohne dass die stabilisierende Muskulatur den notwendigen Schutz für die Bewegung der Wirbelsäule frühzeitig übernimmt, können weitere Irritationen bis hin zu Verletzungen der Wirbelsäulenstrukturen geschehen.

Im Leistungssport hat das Training der Rumpfstabilisatoren seit Jahren seinen festen Platz. Sei es in der Leichtathletik, im Rudern oder, wie vor einigen Jahren durch Jürgen Klinsmann und Mark Verstegen bekannt wurde und seitdem nicht mehr weg zu denken, im Fußball.

Solange der Körper symmetrisch und kontrolliert belastet wird, wie es zum Beispiel in einem geräteorientierten Krafttraining der Fall ist, wird es kaum so genannte Dysbalancen geben. Ist eine Person jedoch in einer Sportart oder im Alltag Situationen ausgesetzt die über das „sich Bewegen“ in kontrollierter Ausführung hinausgehen, so steigt die Notwendigkeit eines stabilisierenden Trainings an!

Das Training der lokalen Muskulatur ist keines was „Diskomuskeln“ wachsen lässt und den Trainierenden in die nächst höhere „Bizepsliga“ bringt, es wird auch nicht mit Gewichten absolviert die Frauenherzen dahin schmelzen lassen, sondern befasst sich mit geringen Intensitäten und einer kontrollierten Ausführung.

In der Trainingslehre spricht man von sensomotorischem oder koordinativem Training, welches mit einem Lasteintrag von bis zu 25% der Maximalkraft durchgeführt wird (Meier, 2004). So ist für die Aktivierung der lokalen Muskulatur am ehesten die Konzentrations- und Differenzierungsfähigkeit nötig.

Im Gegensatz dazu wird ein Training der globalen Muskulatur, zu konditionellen Zwecken, erst ab einem Lasteintrag von >40% der Maximalkraft als effektiv angesehen.

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